Geht's noch schlimmer als Limp Bizkit? Es geht.
Es gibt Bands, die kapiert haben, dass der Nu Metal-Zug schon längst abgefahren ist. Die Emil Bulls zum Beispiel, die haben uns vor ein paar Monaten mit einem soliden Alternativerock-Album überrascht. Oder Papa Roach, die Ähnliches zumindest versucht haben. Auf der dicht bevölkerten anderen Seite befinden sich Bands wie Crazy Town, Linkin Park, P.O.D. usw. Und Limp Bizkit. Gutes Stichwort. 4lyn sind die deutschen Limp Bizkit. Die Band selber wird das vermutlich als Kompliment verstehen. Wir aber nicht.

Ziemlich genau 40 Sekunden besteht Hoffnung. Genau solange dauert es beim Opener „Beautiful Waste“, bis er richtig losgeht. Bei „Drrty Rokka“ wird’s dann richtig dreist, denn da drohen uns 4lyn sogar. „Holy shit, we did it again, Baby“. Soso. Das können wir ohnehin schon hören. Lustige Titel haben sie sich übrigens auch einfallen lassen: „Drrty Rokka“, „Asshole Of The Week“, „Ruin Me Now“. Arme reiche Rockstars. Aber halt. Es gibt einen Lichtblick! „Even“ gelingt es wenigstens, fern von jeglichem Nu Metal Gepose zu langweilen. Das ist (Vorsicht, neue Schublade!) Hausfrauen-Deftones! Produziert wurde das Ganze selbstverständlich übelst fett, das Geld hat man ja. Uns sonst wäre es ja auch gar kein Klischee-Nu Metal.

Es gibt Bands, die bleiben immer gleich gut. Stagnation auf hohem Niveau, sagt man dann. 4lyn stagnieren auch, nur leider auf einer ganz tiefen Etage. Ich freu mich jetzt schon auf die Kommentare des Schweizer 4lyn-Fanclubs!

3/10

Ähnliche Interpreten:
Limp Bizkit
H-BlockX
Emil Bulls

www.4lyn.de