20. November 2006
... AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD – So Divided (Interscope/Universal)
2002. Southside-Festival, Deutschland. Ich zerre meine damalige Freundin vor die Zeltbühne auf derselben „... Trail of Dead“ spielen werden. Alles, was ich damals über die Jungs wusste, war, dass sie einen grotesken Hang dazu haben, live alles kurz und klein zu hauen. Das haben sie auch getan. Meinen Mund habe ich bis jetzt nicht zugekriegt. Was folgte, war der komplette Backkatalog auf meinem Schreibtisch. 2005 drohte die Welt auseinanderzubrechen. Jetzt ist 2006, jetzt ist „So Divided“, und es ist an der Zeit, wirklich Angst zu kriegen vor einer Band, die „Worlds Apart“ wie ein Furz im Wald erklingen lässt. Jetzt ist Schluss mit Lustig. Jetzt ist Schluss mit Lügen. Bandbio, Kirchenchor, Entstehung des Bandnamens; alles erstunken und erlogen. Tacheles. „Worlds Apart“ floppte finanziell, nichtsdestotrotz überschlug sich die Musikpresse mit Lobhuddeleien auf eine Band aus Texas, die menschlich wie musikalisch als absolut unberechenbar gilt. Intensität ist mittlerweile kein Kind von Lautstärke mehr.
„So Divided“ ist real. 11 Songs und Intro derwischen durch die Musikgeschichte. Man hat (mal wieder) alles richtig, nein, perfekt, gemacht. Piano vs. Gitarre. Percussion. Pedal Steel. Klassik. Rock. Mehr Rock. Noch mehr Klassik. Amanda Palmer von den Dresden Dolls und um nicht zu vergessen; verdammt grosse Songs!
Geh! Geh raus und kauf es dir! Es wäre müssig, Dir zu erklären, warum du dir dieses Album anhören sollst, es sei denn, Du magst keine Musik, die abseits des uns aufgedrängten 4/4-Ich-spiel-den-Refrain-gleich-nach-der-Strophe-weil-sich-das-so-gehört-Pop-Schemas funktioniert. Ansonsten erwartet Dich eine kleine (grosse), liebevolle, musikalische Welt, zu der Du schreien, weinen und lachen möchtest. Gleichzeitig!
Meine damalige Freundin hat mich irgendwann verlassen, aber die Liebe ist geblieben und wird für immer unsterblich sein. „So Divided“ ist das Album des Jahres, selbst wenn wir den 1. Januar 2006 schreiben würden.
Ich werde an der nächsten Abzweigung auf Euch warten.
10/10
Ähnliche Interpreten:
Mewithoutyou
Motorpsycho
At The Drive-In
www.trailofdead.com
www.myspace.com/trailofdead
„So Divided“ ist real. 11 Songs und Intro derwischen durch die Musikgeschichte. Man hat (mal wieder) alles richtig, nein, perfekt, gemacht. Piano vs. Gitarre. Percussion. Pedal Steel. Klassik. Rock. Mehr Rock. Noch mehr Klassik. Amanda Palmer von den Dresden Dolls und um nicht zu vergessen; verdammt grosse Songs!
Geh! Geh raus und kauf es dir! Es wäre müssig, Dir zu erklären, warum du dir dieses Album anhören sollst, es sei denn, Du magst keine Musik, die abseits des uns aufgedrängten 4/4-Ich-spiel-den-Refrain-gleich-nach-der-Strophe-weil-sich-das-so-gehört-Pop-Schemas funktioniert. Ansonsten erwartet Dich eine kleine (grosse), liebevolle, musikalische Welt, zu der Du schreien, weinen und lachen möchtest. Gleichzeitig!
Meine damalige Freundin hat mich irgendwann verlassen, aber die Liebe ist geblieben und wird für immer unsterblich sein. „So Divided“ ist das Album des Jahres, selbst wenn wir den 1. Januar 2006 schreiben würden.
Ich werde an der nächsten Abzweigung auf Euch warten.
10/10
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