Ein Gespräch mit Sänger und Gitarrist Alberto
In diesem Jahr gab es eine ganze Menge alternativer italienischer Bands, die mit ihren Alben auf sich aufmerksam machten. Die momentan populärste davon ist Verdena. Zwei Jungs und ein Mädel aus Bergamo, allerdings spricht nur Alberto, der Sänger und Gitarrist, englisch, und das nicht gerade fliessend. Aus diesem Grund sind die Antworten teilweise relativ kurz ausgefallen. Zum Glück war aber noch der Tour-Manager anwesend, der die Sprachbarriere um einiges verringern konnte.

Ihr habt jetzt schon einige Shows mit Dredg hinter Euch… Wie war’s bisher?
Alberto: Es war cool.

Wie kam es überhaupt zu diesem Support?
Alberto: Bei den Konzerten im Sommer war Universal dafür verantwortlich. Dieses Mal haben Dredg uns selber gefragt, ob wir wieder dabei sein möchten.

Verdena besteht offiziell bereits seit 1992. Warum sind in dieser langen Zeit nur drei Alben veröffentlicht worden?
Alberto: Wir sind immer noch daran herauszufinden, welcher der beste Weg ist, eine Platte aufzunehmen. Wir haben schon einige EP’s veröffentlicht, aber halt nur in Italien. (der Drummer verabschiedet sich, um seinen riesigen Joint zu rauchen.)

Mit welchen Bands wart ihr schon unterwegs?
Alberto: Vor einiger Zeit war Colplay mal unser Support! Da waren sie natürlich noch nicht so populär wie jetzt. Dann waren da noch Aerosmith und U2.

Welche Bands haben euch am Anfang am meisten beeinflusst?
Alberto: Als wir die Band gründeten, war ich gerade mal elf Jahre alt... Damals waren es vor allem die Beatles und The Stray Cats.

Wieso singst Du eigentlich italienisch und nicht englisch?
Alberto: Ich spreche nicht gerne englisch weil ich schüchtern bin! Es ist vor allem eine Frage der Aussprache, und darin bin ich nicht besonders gut.

Glaubst du nicht, dass es einfacher wäre, englische Texte zu schreiben, um Erfolg zu haben?
Alberto: Ich denke, um wirklich erfolgreich zu sein, müssen die Texte englisch sein. Heute werde ich einen Teil der Songs auf englisch performen. Von den neuen Stücken haben einige englische Texte. Aber grundsätzlich sind für mich die Songtexte nicht sehr wichtig. Englisch klingt halt irgendwie einfach am besten.

Mögt Ihr es lieber, in kleinen Clubs aufzutreten oder eher in grossen Stadien, wie das bei U2 der Fall war?
Alberto: Ich mag die kleinen Clubs, wie dieser hier. Das ist irgendwie viel persönlicher. Und du siehst das Publikum, kannst die Gesichter erkennen.

Gibt es grosse Unterschiede zwischen dem Publikum in Italien, Deutschland oder der Schweiz?
Alberto: Es gibt sogar Unterschiede innerhalb von Italien. Die Leute im Norden sind völlig anders als diejenigen vom Süden. Eigentlich ist keine Show mit der vorherigen zu vergleichen.

Was hört Ihr momentan in eurem Tourbus?
Alberto: Jeden Tag etwas anderes. Heute hörten wir Spacemen 3, Miles Davis und L7, eine Girl-Grunge Band aus den Neunzigern.

Kennst du Bands aus der Schweiz?
Alberto: Leider nicht. (der Tourmanager kennt immerhin Favez.) Ach ja, Favez! Die mag ich aber nicht.