22. Juni 2005
NEVISS - Interview in der Schüür (Luzern), Juni 2005

Ein exklusives Interview mit der schönsten Rockband der Schweiz.
BANDS: Ihr seid momentan fleissig am Konzerte spielen? Wo lief es besonders gut? (ausser Luzern natürlich)
Beni: Ich würde sagen, Basel ist besonders cool.
Martae: Ist schwierig zu sagen. Es kann genauso gut sein, dass es in Lausanne vor 100 Leuten voll abgeht, oder eben in Basel mit mehr Publikum. Aber generell spiele ich lieber vor städtischem Publikum. Aufm Land hatten wir mit der Resonanz bisher grössere Probleme.
Früher seid ihr eher in Richtung Britpop gegangen. Mit dem Minialbum „Backseat Travelling“ kam dann die Wende zu eher harterem Sound. Wieso?
Beni: Ganz früher, als wir noch jung waren und uns auch noch nicht Neviss nannten, waren wir noch „härter“ als heute. Da hatten wir auch noch andere Vorbilder wie z.B. Alice Cooper, Europe oder ACDC. Wir sind eigentlich immer mit der Zeit gegangen. Als Grunge aufkam, waren wir davon begeistert, dasselbe mit Britpop Mitte der Neunziger. Irgendwann ist uns dann das aber verleidet.
Martae: Der Wechsel zum Sound, den wir heute machen, war eigentlich nicht beabsichtigt. Es hat sich einfach ergeben. Wir haben sozusagen von allen früheren Stilen einfach das Beste herausgepickt. Britpop hat uns schon gefallen. Schlussendlich wollten wir das Flair für den melodiösen Song vom Britpop beibehalten, jedoch die Gitarren mehr aufdrehen.

Strebt ihr es auch an, wie z. B. die Lovebugs, sich im Mainstream durchzusetzen oder seid ihr zufrieden, vor allem von der Indieszene wahrgenommen zu werden?
Martae: Ich denke, das ist ein Problem, vor dem alle Rockbands früher oder später stehen. Eigentlich möchte ich das nicht unbedingt entscheiden müssen. Schlussendlich wollen wir natürlich keine Chartsmusik machen. Trotzdem freuen wir uns, wenn uns möglichst viele Leute wahrnehmen. Wenn wir im Ausland Erfolg haben sollten, dann lieber im Indie- als im Mainstream-Sektor.
Welche Kriterien waren ausschlaggebend, „Kings On The Run“ als erste Single auszukoppeln?
Martae: Wir haben entschieden, dass diesem Song am meisten Hitpotenzial zuzuschreiben ist. Der Refrain ist im Vergleich zu vielen anderen Songs gut mitsingbar. Wir haben uns lange überlegt, ob es nun ein eher softer oder ein härterer Song sein soll. Schlussendlich ist „Kings On The Run“ einfach das perfekte Mittelmass.

Wird dieser Clip im Fernsehen zu bestaunen sein?
Beni: Bei Roboclip auf SF2 läuft er schon heiss rauf und runter, Viva sollte somit eigentlich auch bald drin sein.
Welches wird die zweite Single werden?
Martae: Vom aktuellen Album ist keine zweite Single geplant. Also wird es ein Song des nächsten Albums sein.
Wer hat den Clip gemacht?
Martae: Das war ein Bekannter meiner Freundin, der Kunst studiert hat. Normalerweise macht er eigentlich Hip Hop Videos, hatte jedoch Lust, auch mal was Rockiges zu machen.
Auf eurer Homepage kann man sich vier verschiedene Shirts bestellen. Welches Motiv läuft am besten?
Martae: Es sind schon längstens alle ausverkauft...
Beni: Stimmt nicht, von Dani haben wir noch 100! (lacht)
Wenn ihr die Wahl hättet: Bei welchem Label (weltweit) wärt ihr gerne unter Vertrag?
Beni: Selbstverständlich bei Little Jig...
Martae: Sub Pop wäre nicht schlecht. Oder Bad Taste Records.
Wie sehen eure Zukunftspläne aus? Sieht man euch an irgendwelchen Open Airs?
Martae: Wir spielen grundsätzlich nicht so gerne an Open Airs. Gigs in Clubs sind uns einfach lieber, und davon gibt es in nächster Zeit einige!
Welches ist das beste Musik-Onlinemagazin?
Beni: Ist das jetzt die Fangfrage?
Martae: Früher war es das Plebs Magazin. Heute natürlich bandsmagazine.ch.
Beni: Und nicht zu vergessen: Bandorama.
www.neviss.ch
www.littlejig.ch



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